Strand, Berge, Abenteuer, Wellness – wie und wo wir gerne Urlaub machen, ist ganz individuell. Aber wenn es um die Emotionen geht, die uns durch die schönste Zeit des Jahres begleiten, sitzen wir alle im selben Boot.

Für manche gibt es ein Wort, für andere muss erst eines erfunden werden. Willkommen im (Wechsel-) Bad der Urlaubs-Gefühle! Von Fernweh bis Travel-Blues. Erkennst du dich wieder?

Du kennst eine typische Urlaubs-Emotion, die wir nicht aufgezählt haben? Verrate sie uns in den Kommentaren!

Reise-Emotionen

Wenn dich das Fernweh packt

Die Sehnsucht nach der Ferne. Spannend, dass es in den meisten anderen Sprachen kein eigenes Wort für „Fernweh“ gibt. Viele Länder nutzen dafür das deutsche „Wanderlust“. Doch egal, wie man es nennt – wen das Fernweh einmal packt, lässt es selten wieder los. Und was hilft gegen Fernweh? Musiker Gisbert zu Knypshausen hat ein Rezept: „Gegen Fernweh hilft nur das Heimweh“. Es steckt viel Wahrheit in diesem Satz. Doch das Tolle ist, dass sich Wanderlust nicht nur mit (teuren) Fernreisen stillen lässt. Denn Abenteuer warten direkt vor der Haustüre. Nichts wie los!

Wenn du gebucht hast

Klick – klick – gebucht. Plötzlich ist das Leben viel besser, die Arbeit leichter, das Regenwetter nur noch halb so nass. Die Vorfreude fängt an zu wirken und ab jetzt stehen wir über all den nervigen Alltags-Dingen, denn der Urlaubs-Countdown läuft. Wissenschaftler haben über 1.500 Reisende befragt und herausgefunden, dass die Vorfreude einen großen Anteil am eigentlichen Urlaubs-Glücksgefühl hat.

Wenn du packen musst

Wie war das nochmal? 20 Shirts, 8 Hosen, 15 paar Socken und 3 Handtücher reichen für zehn Tage Urlaub, oder? Und warum geht der Koffer nicht zu? Damit du dich voll und ganz der Vorfreude hingeben kannst, haben wir den Packlisten-Generator entwickelt. Einfach angeben, wohin die Reise geht und du bekommst eine Checkliste, die perfekt zu dir, deinem Urlaub und sogar zum Wetter am Zielort passt.

Wenn du denkst, du hast etwas Wichtiges vergessen

Man sollte meinen, wer viel reist wird es los – dieses mulmige Gefühl, wenn man einen Ort verlässt und sich fragt „Hab ich was vergessen?“ Doch nach mehreren Weltreise-Jahren können wir sagen, nein, es hört nie auf. Was hilft gegen das Hab-ich-was-vergessen-Gefühl? Einmal (oder auch zwei-/dreimal 😉 ) schauen, ob die wichtigsten Dinge dabei sind: Geldbeutel, Ausweis, Handy da? Dann ist alles gut und du kannst dich entspannen! Denn den Rest bekommst du im Zweifelsfalls auch am Zielort.

Wenn du ankommst

Ob mit Auto, Zug, Bus oder Flugzeug – manchmal ist die Anreise doch anstrengender, als man denkt. Umso schöner das Gefühl, endlich am Urlaubsort anzukommen. Die erste Amtshandlung? Das Bett testen natürlich.

Wenn du mal wieder in die Sonne kommst

Ahhh, dieses magische Gefühl, wenn du seit langer Zeit mal wieder das Meer siehst. Hey, alter Kumpel, auch noch da? Jetzt nichts wie ab in die Sonne und diese „noble Büro-Blässe“ loswerden. Aber besser mit Sonnencreme – denn wer will schon am zweiten Urlaubstag nicht mehr auf dem Rücken schlafen können und sofort als (dümmlicher) Tourist enttarnt werden?!

Wenn du vergisst, welcher Tag ist

Welcher Tag war heute? Egal! Spätestens wenn mir das nicht einfällt, weiß ich, es ist soweit – der Urlaub zeigt seine volle Wirkung, der Alltag ist in ungreifbare Ferne gerückt und ab jetzt wird jede Minute aufgesaugt und voll entspannt.

Wenn du stolz auf dich bist

Irgendwann ist auch mal Schluss mit Hängematte. Denn Land und Leute wollen entdeckt werden. Also Handgepäck-Rucksack schnappen und ab dafür. Am besten ein kleines Stückchen raus aus der eigenen Komfortzone, denn die schönsten Erinnerungen geben Erlebnisse, die auf den ersten Blick herausfordernd und befremdlich wirken.

Wenn der Urlaub plötzlich vorbei ist

Wie, 10 Tage sind schon fast vorbei? Was sich im Alltag wie eine halbe Ewigkeit anfühlt, vergeht im Urlaub schnell wie ein Wimpernschlag. Psychologen erklären das Phänomen so: Unser Tag wirkt länger, wenn er voller neuer Erlebnisse und Eindrücke ist. Das lässt sich übrigens auf das ganze Leben übertragen – die Kindheit zieht sich (das Warten auf Weihnachten, weißt du noch?) und je älter man wird, desto schneller vergeht die gefühlte Zeit.

Wenn du wieder Zuhause bist

Meist geht es viel zu schnell und der Alltag hat uns wieder. Unser Tipp: Langsam angehen lassen! Die Erholung verpufft, wenn wir gleich wieder von 0 auf 100 einsteigen. Am besten ist es, ein paar Urlaubstage zuhause einzuplanen und z.B. die schönen Fotos ausdrucken und aufhängen. Falls du den Travel-Blues nicht in den Griff bekommst, hilft ein Gedanke ganz besonders: Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub. Und da sind wir auch schon wieder am Anfang – ach, liebes Fernweh!