Mit Unterwasserkameras lassen sich viele einzigartige Momente festhalten, die man sonst nur im GedĂ€chtnis speichern könnte. Ob beim Schnorcheln im Meer, auf der Rutsche im Schwimmbad oder mit dem Kajak im Wildwasser. Hier erfahrt ihr welche Möglichkeiten es gibt um âwasserdichtâ zu Fotografieren und welche davon zu euren Vorhaben passt.
Von gĂŒnstigen Unterwasser-Knipsen und -HĂŒllen, die sich gerade mal zum Planschen eignen, ĂŒber robuste Outdoorkameras bis zu High End Kompaktkameras mit UnterwassergehĂ€usen und bis zu 60m Tauchtiefe – es gibt viele Möglichkeiten um im nassen Element Aufnahmen zu machen. Gleich zu Anfang stellen wir euch die Wichtigsten vor.

Unser Tipp:Â
Welche Möglichkeiten gibt es um unter Wasser zu fotografieren?
Outdoorkameras – die Allrounder
Outdoor-Kameras sind wahre Allround-Modelle. Sie erreichen amtliche Tauchtiefen, die fĂŒrs Schnorcheln und TauchgĂ€nge am Korallenriff ausreichen. AuĂerdem kann man sie auch fĂŒr andere aktive und sportliche Gelegenheiten nutzen (z.B. Kayakfahren, Bergsteigen, Raften, Wandern im Dschungel, Skifahren, âŠ.). Durch ihre StrapazierfĂ€higkeit, TemperaturbestĂ€ndigkeit und MultifunktionalitĂ€t machen die Outdoorkameras ihrem Namen alle Ehre und sind somit eben auch als Unterwasserkameras hervorragend geeignet.
AuĂerdem sind Outdoorkameras StaubgeschĂŒtzt – was vor allem auch am Strand groĂartig ist. Wer schonmal knirschenden Sand in seinem Objektiv hatte, weiĂ, dass die Kamera dann oft nicht mehr zu gebrauchen ist.
Unsere Empfehlung hier: die Olympus TG-5. Etwas gĂŒnstiger, nicht ganz so robust aber mit Ă€hnlicher BildqualitĂ€t, ist die Panasonic DMC FT-5.
UnterwasserhĂŒllen – gĂŒnstige und mit EinschrĂ€nkungen
Eine gĂŒnstige Möglichkeit die bestehende Kamera zur Unterwasserkamera zu machen, sind Unterwassertaschen. Sie eignen sich aber eigentlich nur fĂŒr ebenso gĂŒnstige Kompaktkameras. Da sie dem Wasserdruck nicht standhalten und von der Kamera fern halten können, kann man sie maximal bis zu einer Tiefe von maximal 3-5m benutzen. Im Prinzip sind diese Taschen einfache Plastikbeutel mit Verschluss. Daher ist auch die Handhabung der Kamera und des Auslösers besonders bei kleinen Kameratasten stark erschwert und oft nervig bis gar unmöglich.
Vorsicht auch bei Smartphones und Touchdisplays: Das Display lĂ€sst sich meist unter Wasser nicht mehr durch die Folie bedienen. Fotografieren ist also nur ĂŒber die Tasten am GerĂ€t möglich. Unbedingt vorher testen, ob das GerĂ€t also ĂŒberhaupt mit so einer UnterwasserhĂŒlle bedient werden kann!
UnterwassergehĂ€use – fĂŒr maximale BildqualitĂ€t und Tauchtiefe
Ein druckfestes UnterwassergehĂ€use aus Hartplastik ist fĂŒr jeden interessant, der bereits eine (sehr) teure Kamera besitzt und auch Unterwasser die höchste BildqualitĂ€t erreichen möchte. Die GehĂ€use werden speziell fĂŒr ein jeweiliges Kameramodell hergestellt und die wichtigsten Bedienelemente werden bequem von auĂen zugĂ€nglich gemacht.
Mit den GehĂ€usen und einer entsprechenden Kamera können neben groĂen Tauchtiefen auch eine sehr hohe BildqualitĂ€t unter Wasser erreicht werden. Wer ernsthafte Fotos oder Videos machen möchte, sollte also zu einem UnterwassergehĂ€use und einer Kamera mit hoher LichtstĂ€rke wie der Sony RX100 III greifen. Wer auĂerdem 4K Videos machen möchte kommt am Nachfolger der Sony RX100 IV nicht vorbei.
Action Cam – super Bilder, noch tollere Videos aber kein Display
Das Action Cams wie die GoPro Hero5 Back Silver hervorragende Video-aufnahmen machen ist bekannt. Aber auch die Foto-QualitÀt ist besonders bei den 4K-Modellen hervorragend.Die GoPro Hero5 ist bis zu 10m wasserdicht. Mit zusÀtzlichem GehÀuse bis zu 60m. Eigentlich also die perfekte Option.
GroĂer Nachteil allerdings: Actionkameras haben eine starre Linse ohne Zoom. Man muss also jedes Foto mit gleichem Ausschnitt fotografieren. Auch Fotoeffekte wie das Freistellen eines Motivs sind mit den kleinen Kameras kaum zu realisieren. Den meisten Actions Cams fehlt auĂerdem ein Display oder Sucher! Das heiĂt man kann nur âauf gut GlĂŒckâ fotografiert und Filmen. Die wirklichen Resultate sieht man erst spĂ€ter am Rechner. Wer allerdings ohnehin mehr Filmen als knipsen möchte, dem sei die GoPro Hero5 Back wĂ€rmstens empfohlen diese kommt mittlerweile mit Display, Touchscreen und Sprachsteuerung.
So hĂŒbsch geht’s – die Sony RX 100 IV im Unterwassereinsatz:
Videoquelle: Youtube
Wie finde ich die perfekte Unterwasserkamera?
Drei Fragen die man sich vor dem Kauf stellen sollte:
Wer eine robuste Allroundkamera sucht mit der man auch beim Schnorcheln SpaĂ haben kann, sollte zu einer Outdoorkamera wie der Olympus TG-5 greifen. Wer viel Wert auf BildqualitĂ€t legt und auch beim Tauchen hervorragende Bilder schieĂen möchte, dem sei die Sony RX100 Reihe ans Herz gelegt.
Die BildqualitĂ€t der Unterwasserkameras steigt natĂŒrlich mit dem Preis. Die Outdoorkameras zwischen 250 – 350 ⏠machen gute Bilder und Videos. Die teureren Modelle wie die Olympus sind fĂŒr den Hausgebrauch vollkommen ausreichend. Wer allerdings leuchtende Farben und hochauflösende Bilder sowie HD-Videos drehen möchte sollte eine hochwertige Kompaktkamera mit entsprechendem UnterwassergehĂ€use wĂ€hlen.
Wer hauptsĂ€chlich fotografieren möchte und einen Film nur so nebenbei mal macht sollte zu einer Outdoorkamera oder, wenn mehr BildqualitĂ€t gewĂŒnscht ist, zu Sony RX100 III greifen.âš Wer vor allem Filmen möchte, dem raten wir zu Sony RX 100 IV oder zu einer GoPro – wenn der starre Weitwinkel ausreicht und das evtl. fehlende Display kein groĂes Hindernis darstellt.
Beste Fotos unter Wasser garantiert – Die Sony RX 100 II mit passendem UnterwassergehĂ€use:
Worauf sollte man beim Kauf einer Unterwasserkamera auĂerdem achten?
Die perfekte Unterwasserkamera fĂŒr deine BedĂŒrfnisse
Unterwasserkamera fĂŒr Familien
Familien sollten zu einer Outdoorkamera greifen. Sie sind ideal um mit den Kindern im Wasser oder am Strand zu tollen. Ob eine kleine Schnorchel-Tour oder im Kanu ĂŒber den See – Outdoorkameras eigenen sich fĂŒr alle, die mit ihren Kindern gerne drauĂen unterwegs sind. AuĂerdem kann man sie den Kleinen ohne weiteres selbst in die Hand drĂŒcken: die robusten Digitalkameras halten wirklich einiges aus!
Wir empfehlen vor allem die Olympus TG-5. Eine etwas gĂŒnstiger Alternative mit Ă€hnlicher BildqualitĂ€t und Funktionsumfang ist die Panasonic Lumix DMC-FT30.
Unser Tipp:
Unterwasserkamera zum Schnorcheln
Auch zum Schnorcheln sind Outdoorkameras super geeignet. Eigentlich alle Modelle haben genug Tauchtiefe um nicht nur von der OberflĂ€che aus, sondern an flachen Riffen Fischen aufzulauern. FĂŒr die Olympus TG-5 gibt es auĂerdem einen Lichtleiteraufsatz Dieser macht aus dem Standardblitz einen Ringblitz – was unter Wasser eine bessere Ausleuchtung garantiert.
Wer hochauslösende Bilder schieĂen möchte sollte allerdings zu einer guten kompakten mit UnterwassergehĂ€use greifen. Unsere Empfehlung hier: die Sony RX100 II oder III.
Unser Tipp:
Unterwasserkamera zum Tauchen
Bei Tauchern kommen Outdoor Kameras schnell an ihre Grenzen. Zum einen ist bei den meisten bei einer Tiefe von 15m Schluss. Nur die Canon PowerShot D30 kann bis 25m eintauchen. Aber selbst wem das ausreicht, wird spĂ€testens ab 20m Tiefe feststellen, dass die Kamera einfach nicht mehr genĂŒgen Licht bekommt um farbenfrohe, scharfe und gut aufgelöste Bilder zu schieĂen.
Es empfiehlt sich also auf jeden Fall eine High End Kompaktkamera mit GehĂ€use. Wir sind hier wirklich groĂe Fans der Sony RX Reihe – wir haben selbst die RX 100 III und könnten zufriedener nicht sein. Das passende UnerwassergehĂ€use gibt’s hier. Wer ohne Display klar kommt, der findet in der GoPro eine gĂŒnstigere Alternative.
Unser Tipp:
Unterwasserkamera fĂŒr Outdoor-AktivitĂ€ten
FĂŒr alle die eine Kamera fĂŒr den harten Einsatz suchen und sich nicht auf Unterwasser-Fotografie beschrĂ€nken möchten gibt es eigentlich nur zwei Alternativen: die Olympus TG-5 oder eine GoPro. Mit diesen Kameras kann man so ziemlich alles machen. Die vielen wunderbaren GoPro Videos sind ja bekannt. Aber offensichtlich hĂ€lt es so eine Kamera auch mal mehrere Monate unbeschadet unter Wasser aus:
Unser Tipp:
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Wer auf Zoom verzichten kann, der bei Outdoorkameras ja eh meist nur Optisch umzusetzten ist fĂŒr den geht kein Weg an der GoPro vorbei. BildqualitĂ€t ist im Kinobereich und einen besseren Weitwickel hat keine vergleichbare Kamera
Hi Jan!
Was heiĂt denn „nur optisch“? Richtig wĂ€re wohl „nur digital“. GrundsĂ€tzlich hast du recht: die GoPro ist eine hervorragende Videokamera. Gerade fĂŒr den Outdoor- und Sportbereich. Aber sie ist eben eine Videokamera (die auch Fotos schieĂen kann) und keine Fotokamera. Dass muss man wissen und der Unterschied kommt vor allem bei deinem erwĂ€hnten Weitwinkel zum tragen. Denn dieser ist natĂŒrlich super, aber eben auch die einzige Perspektive die die Kamera anbietet. WĂ€hrend das bei Videoaufnahmen noch Sinn machen kann, schrĂ€nkt es bei der Fotographie schon sehr ein. Auch haut das mit der Auflösung so nicht hin. Klar kann die HD und sieht im Video spitze aus – aber handelsĂŒbliche Kompaktkameras lösen bei Fotografien weit höher auf.
Ich bin auch ein Freund der GoPro, aber man muss sie halt dafĂŒr benutzten wofĂŒr sie gebaut wurde und das sind vor allem Actionvideos im Weitwinkelformat und keine Fotos…
GrĂŒĂe
Seb
Oh ja natĂŒrlich muss es „digital“ heiĂen!
Ich geb dir auch recht das kompaktkameras da weit mehr Optionen bieten… aber ich hatte schon eine Outdoorkameras von Panasonic, eine Olympus und eine Sony. Die BildqualitĂ€t von Olymus war Unterwasser auch nicht mehr als dĂŒrftig, bei Panasonic ganz ok und bei der Sony toll. Nur dumm das die Sony TX-Modelle nicht wirklich Sturzfest sind. Hab zwar jedes Mal (3mal) auf Garantie eine neue bekommen aber das kann es ja auch nicht sein…
Und trotz der eingeschrĂ€nkten Fotofunktion benutze ich seit einem, Jahr Unterwasser nur noch die GoPro… fĂŒr Ăberwasser hab ich ja dann eh meine Spiegelreflex…
GrundsĂ€tzlich geb ich dir Recht aber die Auflösung hilft mir nix wenn das Objekiv scheiĂe ist und dann die Bilder verrauscht sind. Bzw. bei schwacher Beleuchtung nix auĂer blau zu erkennen ist….
Liebe GrĂŒĂe
Jan
Hi Jan!
Ja, das ist halt immer der Kompromiss mit den Kompaktkameras. Irgendwo im Dreieck zwischen QualitĂ€t, Preis und Handling/Gewicht muss man sich eben einfinden. Will man wirklich gute Fotos unterwasser schieĂen kommt man um eine DLSR oder DSLM mit entsprechendem GehĂ€use nicht herum. Da ist man dann bekanntlich halt auch ganz schnell ĂŒber 1000 âŹâŠ. So gesehen wĂŒrde ich Dir dann auch recht geben: Vor allem wenn man die GoPro auch noch fĂŒr andere Sachen benutzt (zum Filmen) und man mit dem Weitwinkel klar kommt, ist sie sicher eine Alternative. Qualitativ macht die GoPro durch ihr lichtstarkes Objektiv sicherlich auch Unterwasser was her. Was hast du denn fĂŒr eine? White, Silver oder Black?
GoPro Hero3+Black Edition… Da du Unterwasser keinen Horizont hast, fĂ€llt das Weitwinkelproblem da auch gar nicht so auf! đ
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Hey,
ich persönlich finde die Lumix DMC-FT5 viel besser als die TG-4 von Olympus. Abgesehen dass sie viel gĂŒnstiger ist finde ich von der Handhabung einfacher đ Aber nur meine Meinung, macht weiter so đ
Hi Michael,
klar, das ist Geschmackssache. Die Olympus ist bei uns der Gewinner, weil sie super robust ist, sich fĂŒr viele verschiedene Anwendungen eignet und auch als Alltagskamera tauglich ist.
VG
Seb
Moin,
mich wĂŒrde mal interessieren wie du das mit den „GehĂ€usen“ siehst, mit denen kann man ja praktisch jede Kamera zur Unterwasserkamera machen. Oder gibt es da irgendwelche Nachteile, die mir jetzt nicht auffallen?
Hi Peter,
„praktisch jede“ stimmt nicht ganz, dann es sollte schon ein passendes GehĂ€use fĂŒr genau dein Kamera Modell sein. Ansonsten passen die Tasten höchstwahrscheinlich nicht oder – noch schlimmer – das ganze ist nicht ganz dicht.
Nachteile an sich sehe ich aber keine. Im Gegenteil: Mit der Kombination UnterwassergehÀuse + Kamera kann man die beste BildqualitÀt erreichen. Bei uns in dieser Kombi immer noch ganz weit oben: Die Sony RX100 III oder IV mit passenden GehÀuse.
Die Sony hat den groĂen Vorteil, dass sie extrem Lichtstark ist mit ihrer Offenblende von 1,8. Das ist Unterwasser natĂŒrlich sehr hilfreich!
VG
Seb
Vielen Dank fĂŒr den tollen Artikel!! Sehr hilfreich die prinzipiellen Möglichkeiten zu kennen, wenn man mit einer Kamera unter Wasser gehen will.
Ich war mit der Nikon AW130 auf den Malediven. Habe dort Tauchen gelernt. Zum Fotografieren bin ich nicht viel gekommen, doch die SchnappschĂŒsse sind gut geworden. Einziges Manko: die Blaustichigkeit. Aber das ist ab einer Wassertiefe von 10 Meter und ohne zusĂ€tzliches Licht kaum anders zu haben. DafĂŒr sind die Bilder vom Schnorcheln farblich super geworden. Es macht richtig Spass an der Riffkante zu schnorcheln und den Fischen hinterher zu tauchen und gute Fotos von den Fischen zu erhaschen.